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    Checklisten SEO ist vorbei – KI im Vormarsch

    Suchmaschinenoptimierung war und ist Fleißarbeit. Eine gelungene SEO hängt von vielen Faktoren ab, bei denen man in der Praxis schnell den Überblick verliert. Dazu gehören in der Onpage-Optimierung beispielsweise die Optimierung der Meta-Daten, der Keywords, der Titel und die Verlinkung des Contents.

    Suchmaschinenoptimierung war und ist Fleißarbeit. Eine gelungene SEO hängt von vielen Faktoren ab, über die man in der Praxis schnell den Überblick verliert. Dazu gehören in der Onpage-Optimierung beispielsweise die Optimierung der Meta-Daten, der Keywords, der Titel und die Verlinkung des Contents. Es wird sozusagen ein stabiles SEO-Gerüst gebaut, das die zu optimierende Webseite stützt. Dieses „Checklisten“-SEO ist jedoch nur die notwendige Basis für eine erfolgreiche SEO und nachhaltige Positionierung.

    Google kennt mittlerweile viele gute Gerüste. Sie sind für die Suchalgorithmen, die letztlich das Ranking der Webseite ermitteln, weithin zu sehen. Um mehr als nur das Gerüst erkennen zu können, kommt dem Suchalgorithmus nun RankBrain zu Hilfe. Googles künstliche Intelligenz
    (KI) erblickt hinter dem Gerüst nicht nur die Fassade Ihrer Webseite, sondern auch noch Bausubstanz, Aufteilung und Inneneinrichtung. Das System ist flexibel, komplex und vor allem lernfähig.

    Der Algorithmus fungiert nicht mehr universell und branchenübergreifend. Die fundamentalste Veränderung stellt sicher der Wechsel zu bereichsbegrenzten Rankingfaktoren dar, die die Intention des jeweiligen Nutzers maximal berücksichtigen, kombinieren und widerspiegeln. RankBrain kann so weitgehend individualisierte Suchergebnisse – optimal angepasst auf den Suchenden – anbieten.

    Hierfür bedarf es nicht nur eines flexiblen und lernfähigen Algorithmus, sondern vor allem einer hohen Informationsdichte der Webseite. Wenn Googles neues Ranking-Tool also schon hinter die Fassade blicken kann, sollte man ihm auch etwas zu sehen bieten. Und das ist und bleibt relevanter Content. Geändert hat sich nur die zusätzliche intelligente Einschätzung von RankBrain darüber, für wen der angebotene Content letztlich relevant ist.

    Relevanter Content beantwortet Fragen der Nutzer – oder müssen wir schon sagen „des Nutzers“? Dies setzt natürlich erst einmal die Kenntnis der Interessen und Bedürfnisse voraus. Auch die Art zu fragen kann eine Rolle spielen. Die Antworten auf ausformulierte Fragestellungen können auch bei Google nur gefunden werden, wenn der Webseiten-Inhalt die Frage aufgreift oder entsprechende Keywords umfassend verarbeitet und erläutert.
    Das bedeutet, relevanter Content bietet prägnante Informationen, klar gegliederte Inhalte und vor allem Neuigkeiten. Diese können in Form von News, Blogs, Videos oder Infografiken angeboten werden.

    Damit gute, aktuelle und lebendige Inhalte – also quasi die Inneneinrichtung unserer Webseite –, die ein gelungenes Content-Marketing ausmachen, letztlich auch gefunden werden, benötigen wir dann doch wieder unser gutes altes Gerüst. Und das besteht nach wie vor aus technischen Voraussetzungen wie der Seitenarchitektur, der Verlinkung, der Seitenladezeit, der sozialen Präsenz oder der Mobilfreundlichkeit.

    Egal wie intelligent die Technik heute auch sein mag, eine Regel bleibt bestehen: Nichts ist so alt wie die Nachrichten von gestern.
    Oder wir bleiben beim Bau. Stabile Häuser gibt es viele. Hinschauen tun wir erst, wenn sie besonders sind.